Gemeinsames Werken mit Opa und Enkel

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Das Werken mit Opa ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung. Vielmehr ist es um eine Erfahrung fürs Leben und die Möglichkeit, gemeinsame Erinnerungen entstehen zu lassen. Schon in wenigen Jahren werden Opa und Enkel darüber sprechen, wie sie einst in der Werkstatt standen und mit der Laubsäge das Herz als Geschenk zum Muttertag ausgeschnitten haben oder Blumen, die für Omas Dauerblumenstrauß bestimmt waren.

Vorteile des gemeinsamen Werkens für das Enkelkind

Für Kinder grenzt es manchmal fast an ein Wunder, wenn aus einem Holzbrett unter Zuhilfenahme einer Säge und einiger Nägel etwas Tolles entsteht. Und daran hatten sie selbst Anteil, haben mit ihren Händen etwas geschaffen, das von Dauer ist. Es werden wichtige motorische Fähigkeiten geschult, außerdem werden Geduld, Konzentration und nicht zuletzt die Frustrationstoleranz verbessert.

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Kleine Erfolgserlebnisse sorgen dafür, dass das Werken nie langweilig wird!

Kinder lernen beim Werken, wie unterschiedlich verschiedene Materialien gehandhabt werden. Holz lässt sich feilen, sägen und hobeln. Metall und Kunststoff können geschnitten, Motive in Gasbeton gekratzt werden. Vor allem die Arbeit mit Holz erweist sich als besonders vielseitig und es entstehen in der Opa-Enkel-Werkstatt unzählige nützliche Dinge.

Vorteile des gemeinsamen Werkens für Opa

Opa stärkt mit den gemeinsamen Beschäftigungen und vor allem mit dem Werken die Bindung zum Enkelkind. Es erfüllt mit Stolz, wenn beide zusammen mehr oder weniger brauchbare Dinge basteln und wenn Opa seine Kenntnisse zur Holzbearbeitung und zum Werken allgemein an das Enkelkind weitergibt. Neben der gemeinsamen Beschäftigung hat das Werken den Vorteil, dass Opa fit bleibt – motorisch und geistig gesehen.

Was brauchen Opa und Enkel zum Werken?

Zum gemeinsamen Werken brauchen Opa und Enkel nicht viel: Holz als Baumaterial, verschiedene Sägen, Feilen, Schleifpapier und mitunter Holzleim und Lasuren oder Lacke sind nötig, um verschiedene Bauprojekte umzusetzen. Wenn Opa bereits eine gut ausgestattete Werkstatt hat, sollte er vielleicht nach Werkzeugen in kinderfreundlicher Größe schauen, sofern er diese nicht bereits besitzt. Wer erst mit dem Werken anfängt, kann in Erstausstattungssets investieren, die die nötigen Werkzeuge und teilweise das Holz als Werkmaterial mitbringen. Anfänger starten vielleicht mit einem Laubsägeset oder mit elektrischen Werkzeugen, die es sogar schon für Kinder ab vier Jahren gibt (z. B. Playmake 4in1). Derart ausgerüstet, macht das Werken gleich noch mehr Spaß.

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Schritt für Schritt: Opa zeigt, wie es richtig gemacht wird

Tipp: Opa und Enkel sollten sich, wenn es keine separate Werkstatt gibt, einen Raum suchen, in dem es nicht auf Sauberkeit ankommt und der auch nicht nach jeder Bastelstunde wieder grundgereinigt werden muss. Vielleicht gibt es einen Hobbykeller oder eine Ecke im Kinderzimmer, in der gewerkelt werden kann?

Das passende Werkmaterial

Damit Kinder kreativ sein können und großartige Werkergebnisse auch dann erzielen, wenn sie noch weniger geübt sind, kommt es auf das passende Werkmaterial an. Bei der Arbeit mit Holz eignen sich vor allem unbehandelte Weichhölzer, zu denen Fichte und Tanne gehören. Sehr geeignet sind zudem Pappel- und Lindenholz. Sie haben eine schöne Maserung und lassen sich mit wenig Kraftaufwand bearbeiten. Sollen hingegen belastbare Holzerzeugnisse entstehen, eignen sich eher härtere Holzarten wie Buchen- oder Ahornholz.

Geeignete Werkprojekte mit Kindern

  • Verschiedene Werkprojekte können von Opa und Enkel umgesetzt werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem dieser Vorschläge:
  • Murmelbahn aus Holz und Nägeln
  • Bau eines Vogelhäuschens
  • Bau eines Futterhäuschens für Vögel für den Winter
  • Schlüsselbrett
  • Schlüsselanhänger
  • Stullenbrettchen in besonderer Form
  • Holzpuzzle
  • Holzpostkarte
  • Holzblumen

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und mit dem passenden Werkzeug sowie Opas Hilfe kann das Enkelchen schon bald die tollsten Dinge basteln. Für Eltern und Großeltern ergibt sich dann nur ein Problem: Wo sollen all die Kunstwerke, die eher dekorativen als praktischen Charakter haben, einen Platz auf Lebenszeit finden?

Gastautor: Jürgen Busch von grossvater.de

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Gemeinsam Zeit verbringen und Einzigartiges schaffen: Schöner könnte ein Opa-Enkel-Tag kaum sein!

Bilder:

Ground Picture/shutterstock.com
Diego Cervo/shutterstock.com
Alex_Maryna/shutterstock.com
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1 Comments

  1. says: Elsa Horneke

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Es ist doch immer wieder schön zu lesen, wenn die Großeltern etwas mit den Enkelkindern unternehmen. Mein Sohn und sein Opa bauen zurzeit gemeinsam eine kleine Hobby Kfz Werkstatt auf. Solche Erinnerungen und Momente sind unbezahlbar!

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