„Glitzertage“: Das Bilderbuch über Lieblingstage

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Es gibt diese Tage, an denen einfach alles gelingt. „Glitzertage“ nennt der Junge Tayo sie. Durch einen solchen Glitzertag begleiten wir Tayo im gleichnamigen Bilderbuch. Und am Ende wird Tayo feststellen, dass jeder Tag ein Glitzertag sein kann. Eine liebevolle Vorlese-Geschichte über die wunderbar ansteckende Kraft von guter Laune und positiven Gedanken.


Tayo wird von den Sonnenstrahlen geweckt, die sich durch sein Rollo zwängen. Doch was ist das? Im Licht sieht Tayo plötzlich glitzernden Staub fliegen. Das kann nur eines bedeuten, findet Tayo:

„Heute ist ein Glitzertag!
Es geschieht nur, was man mag!“

Mit dieser grundglücklichen Einstellung steckt der Junge erst seine kleine Schwester an, die eigentlich ein Morgenmuffel ist. Und begeistert dann auch noch seinen Papa, der sich eigentlich gerade wegen fehlender Zutaten in der Küche aufregen wollte. Doch bei so viel ansteckender Glücklichkeit bleibt für Ärger einfach keinen Platz!

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Der wunderbare Glitzerstaub verfolgt Tayo bis in die Schule. Weder fantasievolle Hindernisse (wie das Krokodil, das im Zebrastreifen lebt) noch reale Herausforderungen (wie das ungeliebte Kopfrechnen) kommen Tayo an diesem besonderen Tag in die Quere. 11 Mal meldet Tayo sich im Matheunterricht. 9 Mal nennt er ein falsches Ergebnis. Und feiert gemeinsam mit seiner Lehrerin die Tatsache, dass er gleich zwei Mal richtig lag.

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Am Ende eines wunderbaren Tages, der voller Glitzermomente war, erkennt Tayo selbst die großartige Wahrheit:

„Und spürt man tief in sich hinein,
merkt man, dass für Groß und Klein,
für jeden jeder Tag
ein Glitzertag sein mag.“

Und so endet dieses Bilderbuch mit einer Erkenntnis, die für alle Enkelkinder, egal welchen Alters, eine sehr wichtige ist:

„Es ist in uns verborgen.
Mama, weißt du was? Ich freu mich schon auf morgen.“


Ich hatte auch mal einen Glitzertag!


Ich lese die Geschichte von Tayo erst meinem neunjährigen Sohn und dann meiner sechsjährigen Tochter vor. „Ich hatte auch mal so einen Glitzertag!“, erinnert sich mein Sohn sofort. Und entscheidet: „Das ist ein schönes Buch.“

Auch meine Tochter mag die Geschichte vom Staub, der durch das Sonnenlicht glitzert, sehr – wenn auch aus anderen Gründen. Da ist zum einen das Zebrastreifenkrokodil, das sie zum lauten Auflachen bringt, als sie es entdeckt. Oder die „Glitzerrutsche“, auf der Tayo am Ende der Geschichte nach Hause und zurück in sein Bettchen rutscht.

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Ich finde es interessant, welche unterschiedlichen Dinge die beiden jeweils faszinieren. Und erkläre ihnen meinerseits, was mir besonders gut an „Glitzertage“ gefällt: Zum einen macht es Mut, gute Laune und positive Gedanken mit anderen zu teilen. Denn genauso wie schlechte Laune ansteckend sein kann (herrlich kindgerecht erklärt im Bilderbuch „Der Dachs hat heute schlechte Laune“*), kann es eben auch gute Laune sein!

Zum anderen haben sich die Autorin Annika Klee und die Illustratorin Stella Eich für eine diverse Besetzung ihrer Geschichte entschieden: Tayo und seine Familie sind Schwarz, ihre Freundin Tilda hat eine asiatische Optik. Das ist in deutschen Bilderbüchern ohnehin eine Seltenheit, aber in einer Geschichte, die die Hautfarben dann nicht inhaltlich thematisiert, etwas wirklich besonderes. Ich freue mich, dass „Glitzertage“ somit Kindern aller Hautfarben die Möglichkeit gibt, sich mit den Figuren aus der Geschichte rund um einen wundervoll-perfekten Tag zu identifizieren.


Über die Autorin:

annikaAls sie klein war, liebte Annika Klee Bücher, in denen sie sich als Kind wiederentdeckte. Und konnte kaum glauben, dass es Erwachsene waren, die diese Kinderbücher geschrieben hatten. Da beschloss sie, das Kind in ihr zu bewahren, bis sie groß genug wäre, um selbst Bücher zu schreiben.

 

Über die Illustratorin:

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Stella Eich hat schon in ihrer Kindheit gezeichnet, am liebsten während des Unterrichts. Auch nach dem Abitur hat sie nicht damit aufgehört und Kommunikationsdesign studiert. Mit ihren Illustrationen möchte sie andere zum Lächeln bringen, in andere Welten entführen und Mitgefühl auslösen.


Cover-Glitzertage„Glitzertage“ ist im Jupitermond Verlag erschienen und kann zum Beispiel hier bestellt* werden.
Übrigens: Der Jupitermond Verlag spendet einen Teil der Einnahmen von jedem verkauften Buch einem guten Zweck.
ISBN: 978-3-94923-908-3


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