Kino-Tipp für Kleine:
Kommissar Gordon und Buffy

Kommissar Gordon und seine Assistentin Buffy ermitteln!
©eksystent Filmverleih

Frosch Gordon ist alt. So alt, dass ihm sein Job manchmal schwer fällt. Immerhin ist er der Kommissar des ganzen Waldes. Und zwischen Bäumen und Büschen ist einiges los: Erst treibt ein Nüssedieb sich herum. Und später werden sogar zwei Kinder vermisst! Sicher steckt der Fuchs hinter alledem. Oder etwa nicht? Zum Glück lernt Gordon die quirlige Maus Buffy kennen. Als Team ergänzen die beiden sich wunderbar  und sorgen dafür, dass die Waldbewohner wieder ruhig schlafen können.

„Kommissar Gordon und Buffy“ basiert auf den gleichnamigen Kinderbüchern von Ulf Nilsson und Gitte Spee. Der Film kommt am 28. Februar in die Kinos. Dreifach-Oma Corinna und ihr Enkelkind Tom durften den Film schon vorab ansehen. Lesen Sie hier, was Oma und Enkel zu dem „Krimi für Kleine“ sagen:


Ein Film wie eine Fabel.


Erstmal ein Nickerchen: Bei Kommissar Gordon geht alles etwas ruhiger zu.

So empfindet Oma Corinna den Film: „Zuallererst fällt mir die Machart positiv auf: Das Bild ist super scharf, wirkt fast dreidimensional, und zeigt dabei so schöne Pastellfarben. Wirklich mal was ganz anderes! Das Tempo ist insgesamt sehr ruhig, da musste ich mich dran gewöhnen. Immer wieder fällt mir dabei die schöne Musik auf.

Den Spannungsaufbau finde ich für kleine (und große) Zuschauer genau richtig. Mehr Dramatik brauche auch ich als Oma nicht! Dabei ist der Film definitiv nicht zu gruselig. Die Handlung ist gut verständlich, die Sprache einfach, die Bilder sind klar ohne schnelle Wechsel.

Die Charaktere finde ich für einen Kinderfilm sehr passend, sie erinnern mich stark an die Fabeln, die wir früher selbst gelesen haben. Die Tiere symbolisieren Werte, die gelebt werden: Hilfsbereitschaft als gutes Vorbild zum Beispiel. Der Gedanke „Gemeinsam sind wir stark“. Intelligenz und Kreativität gewinnen, sportliche Stärke ist trainierbar, Schwäche zeigen macht sympathisch. Auch ein schönes Thema des Films: Vorurteile sind fehl am Platz! Denn selbst der „böse“ Fuchs ist am Ende gar nicht „der Böse“.

Mir gefällt der bewusste Umgang mit dem Thema Angst: Mut ist das Überwinden von Angst! Und so wird es am Ende tatsächlich noch einmal richtig spannend (auch für mich!). Aber es löst sich natürlich alles auf und auch der böse Fuchs wird, wie die anderen Tiere zuvor, im liebevollen Umgang mit seinen Kindern gezeigt. Wir sind eben doch alle irgendwie gleich.

Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine liebevollere Gestaltung der gezeichneten Tiere (zum Beispiel durch detailliertere Augen). Aber das war hier auch nicht der Fokus und vielleicht macht auch gerade diese Zeichenart den besonderen Charme aus. Wenn der Frosch schreibt, schreibt er auf Schwedisch. Es ist ein bisschen schade, dass das nicht ins Deutsche adaptiert wurde, da es kleine Lese-Lerner natürlich irritiert. Auf der anderen Seite: So bleibt mir als Oma auch noch etwas zum Erklären und das ist ja auch schön!“


Aber Mama! Denk doch an den Fuchs!


Aufregung im Wald! Zum Glück ist Maus Buffy schon zur Stelle.

Und das geht in Enkel Tom vor, als er sich den Film ansieht aufgeschrieben von seiner Mutter: „Mit der Suche nach dem Nussdieb trifft ‚Kommissar Gordon und Buffy‘ genau die Themen, die meinen Sohn am meisten begeistern: Verbrecher jagen, Unrecht aufklären, als ‚Guter‘ gegen das ‚Böse‘ siegen. Ich bin überrascht, wie konzentriert er während der gesamten Filmlänge bleibt. Sogar in den sehr ruhigen Passagen, in denen nicht viel passiert (es werden Bilder aus dem Wald gezeigt und mit Musik unterlegt), bleibt er wachsam auf der Sofakante sitzen. Es könnte ja jederzeit der Fuchs kommen!

Damit bietet dieser Film meiner Meinung nach genau das richtige Maß an Spannung für die ganz Kleinen. Wirklich furchteinflößende Momente, wie zum Beispiel Kampfszenen, bleiben aus. Der Fuchs ist eher eine stille Bedrohung, die irgendwo da draußen im Wald lebt (und anders als die Bösewichte in vielen anderen Kinderfilmen ist da ja sogar etwas Wahres dran). Das beschäftigt meinen Sohn so sehr, dass es ihn dann doch einmal vom Sofa reißt, als die kleine Maus Buffy sich tiefer in den Wald hineintraut: „Aber Mama! Denk doch an den Fuchs! Der kann Buffy fressen!“

In dieser Geschichte wird aber niemand gefressen. Es gibt ein Happy End und, wie sich herausstellt, noch nicht einmal einen echten Nussdieb. Der Film funktioniert dabei mit nur einem Handlungsstrang. Die einzige Rückblende erklärt mein Sohn mir („Mensch Mama, das sieht man doch, da ist Gordon noch jung! Das war früher!“). Der Ablauf der Geschehnisse und auch die Dauer von einer guten Stunde überfordern ihn offensichtlich nicht.

Die ganz besondere, ruhige Erzählart von ‚Kommissar Gordon und Buffy‘ hat mein Herz erobert, und das meines Sohnes sowieso. Wir haben ihn zuhause am Fernsehbildschirm sehen können. Mit seinen fast 5 Jahren würde ich meinem Sohn aber auch erlauben, diesen Film im Kino auf der großen Leinwand zu sehen.“

KOMMISSAR GORDON & BUFFY – offizieller Trailer – ab 28. Februar im Kino! von eksystent distribution auf Vimeo.

„Kommissar Gordon & Buffy“ (nach den Kinderbüchern von Ulf Nilsson und Gitte Spee) startet am 28. Februar in den Kinos.

Übrigens: Noch mehr über den „Krimi für Kleine“ hat Mama Silke für das Portal WirEltern.de geschrieben.

Und hier finden Sie hilfreiche Tipps für den allerersten Kinobesuch mit Enkelkind!

Wenn Kommissar Gordon einen Tatort untersucht ….
… dann kann das schonmal eine Weile dauern.
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