Toniebox 2, Tigerbox, Wobie Box, QubiTunes: Welche Hörspielbox ist die beste?

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Hörspielboxen sind heute aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken: Nachdem 2016 die Toniebox auf den Markt kam, zogen zahlreiche weitere Unternehmen mit Produkten nach. Aber welche ist die richtige fürs Enkelkind?

Wer dem Nachwuchs mit einer Hörspielbox eine Freude machen möchte, hat mittlerweile die Wahl zwischen ganz verschiedenen Systemen. Die Enkelkind.de-Redaktion hat fünf Modelle einem Langzeittest unterzogen.

Der Klassiker: Die Toniebox

Die Toniebox* war eine kleine Revolution, als sie 2016 auf den Markt kam, und ist der unbestrittene Vorreiter aller weiteren Hörspielboxen, die nach ihr entwickelt wurden.

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Für die Toniebox gibt es zahlreiche Hörspielfiguren mit beliebten Geschichten, aber auch sogenannte „Kreativ-Tonies“, auf die man eigene Geschichten aufsprechen kann.

Die Hörspiele kommen als kleine Figur daher (die „Tonies“*) und müssen, um abgespielt zu werden, einfach oben auf die Box gestellt werden. So können schon die Jüngsten allein entscheiden, ob sie gerade Benjamin Blümchen oder Peppa Wutz lauschen möchten und die Box stolz ganz allein bedienen (im Redaktionsumfeld ist die Toniebox ein beliebtes Geschenk schon zum ersten Geburtstag des Kindes).


Unseren ausführlichen Erfahrungsbericht über die Kreativ-Tonies finden Sie hier.
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Die Geschichten müssen dabei – wie früher die CDs oder Kassetten – alle einzeln gekauft werden. Das kann bei einem Stückpreis um die 15 Euro ins Geld gehen. Dafür entstehen bei diesem System keine monatlichen Abo-Kosten für einen Streamingdienst. Und: Die Figuren können auch fernab vom Hörspielhören als Spielfigur genutzt werden – und sind immer eine schöne Geschenkidee zum Geburtstag, zur Einschulung oder als kleines Mitbringsel, wenn Oma oder Opa zu Besuch kommen.

Der Nachfolger: Die Toniebox 2

Im Sommer 2025 kam die Toniebox 2* auf den Markt, das Nachfolgemodell der berühmten Toniebox. Alle bislang erschienenen Tonies sind kompatibel mit der neuen Box und lassen sich nach demselben einfachen Prinzip wie oben beschrieben abspielen – doch die neue Toniebox kann noch mehr.

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„Tonieplay“ heißt die neue Funktion, mit der sich auf der Toniebox 2 kleine Games und Quizze spielen lassen.

Die Toniebox 2 wird mit einem magnetischen „Play-Button“ und passenden Auflegescheiben zur Mini-Konsole: Interaktive Spiele und Wissens-Quizze können durch Drehen und Drücken des Buttons gespielt werden. Der Button kann nachträglich einzeln* oder direkt im Set mit der Box* gekauft werden. Ohne Bildschirm und Werbung können Kinder mit der Toniebox 2 so sicher und trotzdem selbstständig kleine Games „zocken“.

Neben dem klassischen Hörspiel-Hören und dieser spielerischen Erweiterung hat die Toniebox 2 aber noch weitere Funktionen, und bei denen kommt die bunte Beleuchtung der Box ins Spiel: Zum einen funktioniert sie als Nachtlicht mit Timer, zum anderen kann sie als Wecker genutzt werden: mit sanften Melodien und warmem Licht für einen entspannten Start in den Tag.

Die Multimediale: Die Tigerbox

Auch bei der Tigerbox Touch* kann man Hörspiele und Musikalben als haptische Tonträger kaufen: Die „Tigercards“* sind robuste Pappkärtchen, die wie eine Kassette in einen Schlitz an der Rückseite der Box gesteckt werden.

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Das große Display der Tigerbox Touch hat unseren Testkindern besonders gut gefallen, da sie hier eigenständig durch die Hörspiel-Auswahl „wischen“ können.

Zusätzlich zu dieser Möglichkeit, die Tigerbox offline zu nutzen, kann sie aber auch online als Endgerät für die sogenannte tigertones-Mediathek genutzt werden, in der sich aktuell über 15.000 (!) Titel befinden. Hierfür erwirbt man Prepais-Tickets*, die einen Code für den Zugang zu dieser Mediathek enthalten. Ein tigerticket für drei Monate kostet, je nach Angebot, zwischen 30 und 40 Euro. Es entsteht kein Abo, das man kündigen muss: Ist das Ticket abgelaufen, endet auch das Abonnement.

Die Tigerbox ist damit eine Möglichkeit für die Kinder, den Übergang zum digitalen Streamen der Hörspiele zu erlernen: Auf dem Bildschirm werden die Hörspiele aus der Mediathek immer mit großem Cover abgebildet, Lieblingsgeschichten können markiert und so bevorzugt angezeigt werden. Je nach Nutzungsbedarf (zum Beispiel für mehr Hör-Auswahl in den Sommerferien) kann bei dieser Box zwischen Abo-Modell und Einzel-Hörspielen gewechselt werden.

Die Vernetzte: Die Wobie Box

Von allen anderen Testmodellen unterscheidet sich die Wobie Box vor allem in einem Punkt: Für sie müssen keine einzelnen Hörspiele/Figuren angeschafft werden, da sie über eine Verbindung zu Spotify läuft.

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Funktioniert ohne Display und Figuren, nur per Knopfdruck: Die Wobie Box ist wie ein Lautsprecher speziell für Spotify, mit dem das Kind weiterhören kann – ohne dass Mama oder Papa das Smartphone im Kinderzimmer zurücklassen muss.

Mithilfe einer App sucht sich das Kind auf Spotify sechs verschiedene Playlists oder Alben aus, die dann jeweils einer der farbigen Tasten zugeordnet werden. Das Kind merkt sich zum Beispiel, dass hinter der blauen Taste das Hörspiel von Eiskönigin Elsa hinterlegt ist, und kann so mit einem einzigen Tastendruck das Hörspiel starten. Das schaffen auch die Kleinsten!

Die Belegung der Tasten kann mit der App immer wieder geändert werden, sodass dem Kind im Grunde die komplette Spotify-Auswahl zur Verfügung steht, ohne dass die Eltern ihr Handy dem Kind „überlassen“ müssen. Denn das ist das besondere an der Wobie Box: Das Smartphone kann weiterhin benutzt werden (auch andere Audio-Player wie zum Beispiel die Podcast-App können verwendet werden), selbst wenn Spotify über die Wobie Box angesteuert wird. Und das unabhängig von der Entfernung. Das bedeutet: Die Wobie Box spielt auch dann noch Spotify-Inhalte ab, wenn Papa sein Handy mit zum Einkaufen nimmt zum Beispiel.

Die Alternative: Die Qubitunes

Das Konzept der Hörspielbox wurde von Qubitunes noch einmal komplett neu erdacht: Hier werden Hörspiele nicht einfach gehört, sondern im wahrsten Sinne „gespielt“.

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Gewinnt auf jeden Fall schon einmal den Sonderpreis für die niedlichste Optik: Die Spielbühne „Qubitunes“

Qubitunes ist eine interaktive Spielbühne aus Birkenholz, die in vier Abschnitte eingeteilt ist. Jedes „Hör-Spiel“ besteht aus mindestens 3 und bis zu 9 verschiedenen Figuren. Je nachdem, wie viele und welche davon wo auf der Bühne platziert werden, reagiert der fröhlich grinsende Holzkasten. Beim Orchester zum Beispiel spielt das Klavier nur mit, wenn es auch auf der Bühne steht – und seine Tonlage variiert mit der Platzierung. So entstehen zahlreiche verschiedene Melodien.

Die Hör-Spiele sind eingeteilt in die Kategorien „Spielplatz“, „Musik“, „Geschichten“, „Gaming“ sowie „Lernen“. So können die Kinder entweder Geschichten lauschen, bei denen sie selbst bestimmen, welche Figuren mitspielen sollen – oder aber sie spielen kleine Mini-Spiele, bei denen Qubitunes auf die platzierten Spielfiguren reagiert. Im Redaktionstest wurde das Koch-Spiel unser Favorit, bei dem Fisch, Käse, Kartoffel, Tomate und Zwiebel je nach Platzierung auf der Bühne unterschiedlich verarbeitet wurden und ein Meisterkoch unsere Kochkünste lobte (oder eben nicht).

Unser Fazit

Für die jüngsten Kinder sind aus unserer Sicht die Toniebox beziehungsweise ihr Nachfolger Toniebox 2 besonders geeignet, da diese durch die Figuren den größten „Spielcharakter“ und die einfachste Handhabung mit sich bringen. Mit einem Anschaffungspreis von 80 bis 90 Euro (je nach Farbe) ist die erste Toniebox das günstigste Modell der von uns getesteten Boxen, die Toniebox 2 liegt bei etwa 120 bis 130 Euro. Ein Manko sind die Folgekosten: Durch den hohen Preis der einzelnen Tonies landet man schnell bei einem recht hohen Gesamtpreis. Dafür eignen sich die einzelnen Tonies (vor allem die Kreativ-Tonies mit selbst vorgelesenen Geschichten) immer als eine schöne Geschenkidee.

Die Tigerbox bietet durch ihr kombiniertes Modell aus Online-Mediathek und analogen Hörspiel-Karten eine deutlich größere Auswahl. Man muss sich nur bewusst sein, dass für die Nutzung der Unternehmen-eigenen Mediathek zusätzlich zum Anschaffungspreis von 110 Euro regelmäßig neue Kosten anfallen. Gut gefallen hat unseren Testkindern vor allem das große, bunte Display, auf dem sie selbst durch die Hörspielauswahl stöbern können. Hier bleibt übrigens eine kleine Auswahl an kostenlosen Hörspielen und Liedern auch dann bestehen, wenn das Mediathek-Abo endet.

In unserem Langzeit-Test hat sich über die Monate hinweg die Wobie Box als Favorit herauskristallisiert: Wenn die Eltern ohnehin über ein Spotify-Abo verfügen, entstehen hier keine zusätzlichen Kosten, die Auswahl an Hörspielen ist dabei nahezu unbegrenzt. Der einmalige Anschaffungspreis von 130 Euro lohnt sich so sehr schnell. Es kam lediglich hin und wieder zu der Situation, dass der True-Crime-Podcast, den die Mutter hören wollte, plötzlich aus der Wobie Box ertönte, da diese noch mit Spotify verbunden war. Hier müssen sich die Erwachsenen also bewusst sein, dass Sie sich einen Spotify-Account mit ihrem Kind teilen – oder einen Family Account anlegen, bei dem das Kind sein eigenes Profil erhält.

Die Spielbühne „Qubitunes“ verdient hier eine Sondererwähnung, da wir sie nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen Hörspielboxen sehen: Auch wenn bereits eine Tonie-, Tiger- oder Wobiebox im Haushalt vorhanden ist, bietet diese Spielbühne ein interaktives Hörspiel-Erlebnis, das man mit keiner der anderen Boxen vergleichen kann. Bekannte Hörspielserien kann man mit Qubitunes zwar (noch) nicht abspielen, aber dafür jede Menge auditive Experimente starten. Wie klingt ein Orchester ohne Violine? Welches Geräusch macht die brutzelnde Zwiebel in der Pfanne? Und welche Tiere hört man auf einer Farm? Für einen Anschaffungspreis von 120 Euro (inklusive einem Hör-Spiel über Emotionen) und Kosten von 15 bis 30 Euro pro weiterem Spiel können Kinder sich hier lange und sinnvoll beschäftigen.


Sie sind auf der Suche nach weiteren Anschaffungen fürs Enkelkind, die wirklich sinnvoll sind? Die Enkelkind.de-Redaktion empfiehlt ein Spielsofa und die Spielelemente von Stapelstein.

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