Sparen fürs Enkelkind – worauf muss ich achten?

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Foto: Pixel-Shot/shutterstock.com

Viele Großeltern unterstützen ihre Enkelkinder bereits mit Taschengeld. Darüber hinaus Geld zu sparen, kann einen bedeutenden Unterschied machen. Es ist natürlich keine Pflicht, doch wer sich dazu entscheidet, kann seinen Enkeln den Übergang ins Erwachsenenleben erheblich erleichtern. Hier gibt Nils Feigenwinter, Geschäftsführer der Familien-Finanzapp Bling, Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Thema „Sparen fürs Enkelkind“.


Herr Feigenwinter, warum ist es überhaupt sinnvoll, für die Enkelkinder zu sparen?

Auf die Enkelkinder kommen mit zunehmendem Alter immer größere Ausgaben zu – sei es der Führerschein, ein Beitrag zum ersten Auto, die Ausstattung des ersten WG-Zimmers oder ein Auslandsjahr. Großeltern, die für ihre Enkel sparen und ihnen erklären, wie die gewählte Sparform funktioniert, können sie damit außerdem schon in einem jungen Alter dabei unterstützen, ein finanzielles Verständnis aufzubauen.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten um zu sparen. Welche Sparmethoden eignen sich am besten für die Vorsorge der Enkelkinder?

Das ist abhängig von den persönlichen Vorlieben, dem Sparhorizont und der eigenen Risikobereitschaft. Für Großeltern, die kein Risiko eingehen möchten und das Geld nicht über viele Jahre anlegen wollen, bieten sich klassische Sparformen wie Sparbücher oder Tagesgeldkonten an. Diese bieten oft nur geringe Zinsen, sodass sich das Geld kaum vermehrt, sind dafür aber risikoarm.

Und welche Alternativen gibt es für Großeltern, die dazu bereit sind, mehr Risiko einzugehen?

Für risikofreudigere Großeltern, die das Geld einige Jahre liegen lassen und eine höhere Rendite erzielen wollen, bieten sich klassische Fonds oder börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs, an. Eine kostengünstige Möglichkeit für langfristiges Sparen bietet wir auch bei Bling mit den sogenannten „Sparbäumen“. Mit dem Sparbaum wollen wir das Investieren familienfreundlich machen: Je stärker das Guthaben im Depot zunimmt, desto mehr „wächst“ im wahrsten Sinne das Bild des virtuellen Sparbaums. Dabei hat jeder Sparbaum eine eigene IBAN, an die Geld überwiesen werden kann – flexibel ab 1 Euro, egal ob monatlich oder zu besonderen Anlässen und man kann täglich ein- und auszahlen.

Wie oft und wie viel sollte man sparen, damit es sich wirklich lohnt?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt von den individuellen finanziellen Möglichkeiten und den Zielen des Sparens ab. Ob monatlich, jährlich oder zu besonderen Anlässen gespart wird, ist eine persönliche Entscheidung. Selbst kleine regelmäßige Beträge können im Laufe der Zeit zu einer beachtlichen Summe anwachsen, die eine wertvolle Unterstützung für die Enkelkinder darstellt.


Die Frage, wie viel Taschengeld fürs Enkelkind okay ist, beantwortet Experte Stefan Ostermaier hier im Interview.


Also nochmal zusammengefasst – was sind die wichtigsten Punkte, die Großeltern beachten sollten, wenn sie für ihre Enkelkinder sparen möchten?

Für die eigenen Enkelkinder zu sparen ist eine wertvolle Investition in ihre Zukunft. Ob man risikoarme oder -reiche Sparformen und kurz-, mittel- oder längerfristige Anlageformen wählt, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Es lohnt sich jedoch immer, frühzeitig mit dem Sparen zu beginnen, um über die Jahre hinweg das Beste aus dem angesparten Geld herauszuholen. Gleichzeitig können Großeltern ihren Enkeln die Bedeutung und Funktionsweise des Sparens und des Zinseszinskonzeptes nahebringen, damit diese ein solides Verständnis von Finanzen und damit ein Fundament für ihren Umgang mit Geld entwickeln.


Nils Feigenwinter
Unser Experte Nils Feigenwinter will die Finanzkompetenz seiner Generation und aller Familien verbessern. Mit seiner Familien-Finanzapp Bling unterstützt der Taschengeldexperte Kinder und Familien dabei, spielerisch finanzielles Wissen aufzubauen. Denn: Während seiner Schulzeit stellte Nils fest, dass die Finanzkompetenz seiner Mitschülerinnen und Mitschüler erschreckend schlecht war. Um das zu ändern, gründete er 2021 Bling.
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