Ein Familienhotel? Für Familie Mieckley ist das eine neue Erfahrung. Gemeinsam mit der neunjährigen Ida tauchen Meike und Sebastian in eine für sie ungewohnte Urlaubswelt ein und entdecken, was es bedeutet, wenn sich im Hotel alles ganz selbstverständlich um die Bedürfnisse von Familien dreht. Hier kommt ihr Erfahrungsbericht:
Bisher verbringen wir unsere Familienurlaube eher in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern – mit viel Natur, viel Grün, Wanderschuhen vor der Tür und der Freiheit, jeden Tag selbst zu entscheiden, was wir unternehmen möchten.
Und dann kamen wir ins Family Resort Rainer in Sexten. Mitten in den Dolomiten, mit einem riesigen Spielplatz, Kinderbetreuung, Pool und Wellnessbereich. Würde das zu uns passen?

Erst einmal ankommen – und staunen
Unser erster Eindruck vom Family Resort Rainer: Hier ist richtig viel Platz. Und vor allem: Diese Aussicht! Vor uns die Sextner Dolomiten, weite Wiesen mit Kühen, kleinen Hütten und Wald. Dazu diese besondere Ruhe, die man sofort spürt, wenn man aus dem Auto steigt.
Für unsere Tochter war die Aussicht allerdings zunächst eher Nebensache. Ihr Blick fiel auf den riesigen Spielplatz – und damit war eigentlich schon klar, wo wir sie in den nächsten Stunden finden würden.

Besonders angetan hatte es ihr die Slackline. Immer wieder probierte sie, sie zu bewältigen. Ganz geschafft hat sie es zwar nicht, aber aufgegeben hat sie deshalb noch lange nicht.
Wir konnten währenddessen in Ruhe ankommen und unsere Suite beziehen.
Eine Suite mit Dolomitenkino
Unsere Suite „Helm“ war großzügig geschnitten und bot drei Zimmer sowie eine riesige Terrasse. Das Schönste auch hier: der Blick auf die Dolomiten.
Bademäntel und Handtücher für den Schwimm- und Saunabereich lagen direkt bereit und konnten während des gesamten Aufenthalts genutzt werden. Sogar eine kleine Küche gehörte zur Suite.

Eine Möglichkeit zur Kaffeezubereitung direkt auf dem Zimmer hätten wir schön gefunden – aber eigentlich waren wir ohnehin viel zu neugierig, um lange im Zimmer zu bleiben.
Denn wir wollten den Pool ausprobieren!
Eine Frostbeule im warmen Außenpool
Ich gebe es zu: Ich bin eine ziemliche Frostbeule. Umso überraschter war ich, als ich mich in den Outdoor-Pool legte und feststellte: Der ist ja richtig warm!
Und dann wieder dieser Ausblick: Im warmen Wasser liegen und gleichzeitig völlig unverbaut auf die Berge schauen … das war einer dieser Momente, die sich wirklich rundum nach „Urlaub“ anfühlen.

Zum Family Resort Rainer gehört neben dem Außenpool auch ein Indoor-Pool. Die Badelandschaft war für uns deshalb ein Lieblingsplatz während des Aufenthalts. Besonders angenehm war, dass es auch außerhalb des Wassers warm und gemütlich war.
Zu den Zeiten, in denen weniger Kinder dort waren, konnte es erstaunlich ruhig sein. Später, wenn die anderen Kinder dazukamen, wurde aus der ruhigen Badelandschaft dann ein schöner Treffpunkt zum Spielen. Beides hatte seinen Reiz.

Ein bisschen Freiheit für die Eltern
Auch wenn wir es selbst gar nicht genutzt haben, waren wir sehr von dem cleveren Armbandsystem der Kinderbetreuung beeindruckt: Mit einem grünen Armband dürfen Kinder, wenn die Eltern das so entscheiden, selbstständig kommen und gehen. Mit einem roten Armband müssen sie abgeholt werden. Wer ein gelbes Armband trägt, darf mit einem Geschwisterkind die Kinderbetreuung eigenständig verlassen. Für die älteren Kinder ist das ein schönes Stück Freiheit – und für die Eltern ebenfalls.
Wir Eltern haben uns auch so kleine eigene Auszeiten gegönnt: Einen Nachmittag habe ich zum Beispiel die Saunalandschaft ausprobiert – und mich darüber ziemlich gefreut: Verschiedene Saunen, wieder dieser Blick auf die Berge und eine angenehme Ruhe. Dazu standen kalte Getränke und sogar Obst bereit.
Im Winter, wenn draußen Schnee und Eis liegen, stelle ich mir diesen Bereich noch einmal besonders schön vor.
Vier Gänge – und jeder darf selbst entscheiden
Das Konzept des Vier-Gänge-Menüs war für uns anfangs etwas erklärungsbedürftig, aber als wir es verstanden hatten, gefiel uns das Konzept richtig gut: Hier sucht man sich vorab aus, welche Gänge man an den Tisch gebracht bekommen möchte, ohne an einem Büfett anstehen zu müssen.
Für die Kinder wiederum ist es genau umgekehrt, und das hat unsere Tochter sehr gefeiert: Die kleinen Gäste haben hier nämlich ihr ganz eigenes Büfett. Und Ida fand es einfach großartig, selbstständig dorthin gehen zu können, sich etwas auszusuchen und wieder zu uns zurückzukommen.

Und dann gab es noch ein kulinarisches Highlight, das uns besonders in Erinnerung geblieben ist: das Bauernbuffet am Donnerstagabend.
Südtiroler Spezialitäten, Livemusik und ein riesiges Dessertbuffet – da war für Groß und Klein etwas dabei. Überhaupt war die Qualität der Speisen während unseres Aufenthalts für uns ein großer Pluspunkt. Klarer Favorit für die Kids im Resort war übrigens ein eigener Eiswagen auf dem Außengelände!
Eigene Pläne für Klein und Groß
Wer nach dem Abendessen noch ein bisschen Zeit für sich möchte, kann die Kinderbetreuung auch am Abend nutzen. Es gibt beispielsweise einen Kinoabend. Für Eltern bedeutet das: Man kann noch in Ruhe sitzen bleiben und den Abend genießen, während die Kinder ihr eigenes Programm haben.
Doch das Family Resort Rainer bietet auch für die Eltern ein abwechslungsreiches Programm. Besonders interessant fanden wir die kostenlosen geführten Wanderungen in die Berge. Mehrmals pro Woche geht es mit Begleitung hinaus.

Leider hat es bei uns zeitlich nicht gepasst, denn wir waren an den entsprechenden Tagen schon anders beschäftigt. Aber genau das steht für uns schon auf der Liste für einen nächsten Aufenthalt. Denn der Gedanke, eine Bergwanderung zu machen, während das eigene Kind gleichzeitig gut in der Betreuung aufgehoben ist, hatte durchaus etwas Verlockendes.
Natürlich gibt es aber auch eine Familienwanderung, bei der Groß und Klein gemeinsam die Berge erkunden – sogar mit Alpakas. Und eine Erlebniswanderung zu einem Bunker steht auch auf dem Programm.
Ab in die Berge …
Das Family Resort Rainer liegt am Rand des Ortes und gleichzeitig nah genug am Zentrum. Ein kleiner Laden ist schnell erreicht und auch für einen kurzen Spaziergang muss man nicht erst ins Auto steigen. Und das Beste: Die Berge liegen praktisch vor der Haustür.

Am Abreisetag haben wir noch eine Gondelfahrt auf den Berg gemacht und dort das Reinhold-Messner-Haus besucht. Spätestens dort war wieder dieser Moment da, in dem wir dachten: Genau deshalb sind wir eigentlich hier.
Oben auf dem Berg zu stehen, mit diesem Weitblick und dem Gefühl, plötzlich noch einmal ein gutes Stück höher über allem zu sein, war ein wunderbarer Abschluss unseres Aufenthalts.
Unser Fazit: Familienurlaub darf überraschend unkompliziert sein
Was nehmen wir also von unserem ersten Urlaub im Familienhotel mit? Vor allem die Erkenntnis, dass ein Familienhotel nicht bedeuten muss, dass man seinen Urlaub komplett durchorganisiert und ständig von einem Programmpunkt zum nächsten hetzt.
Im Gegenteil. Das Schöne am Family Resort Rainer war für uns gerade die Möglichkeit, selbst zu entscheiden. Und manchmal durfte jeder einfach sein eigenes Ding machen.
Für Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters können wir uns dieses Konzept wunderbar vorstellen. Aber auch Großeltern, die mit Enkelkindern unterwegs sind, finden hier die besten Voraussetzungen, ihren Urlaub ganz nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Und für einen Drei-Generationen-Urlaub bietet es sich wunderbar an, dass Oma und Opa in einer zum Resort gehörigen Residencen in direkter Nähe zum Resort ihr Urlaubsdomizil beziehen: So haben Eltern, Großeltern und Kinder die perfekte Mischung aus gemeinsamer Zeit und Rückzugsort.
Und unsere Tochter? Die würde wahrscheinlich gar nicht lange überlegen, wenn wir sie fragen würden, was ihr am besten gefallen hat. Neben dem Pool und dem Resort-eigenen Streichelzoo (!) hat sie vor allem der riesige Spielplatz begeistert. Genauer gesagt: die Slackline. Auch wenn sie am Ende des Aufenthalts noch nicht ganz geschafft hatte, was sie sich vorgenommen hatte.
Vielleicht ist auch das ja ein guter Grund, irgendwann wiederzukommen.
Alle Infos zum Family Resort Rainer finden Sie hier.
Hier finden Sie mehr Infos zur Dolomitenregion 3 Zinnen und zur Alpinschule von Sexten.
Fotos: ©wisthaler.com, Alex Filz, privat
