Kaum eine Autorin hat das Krimi-Genre so geprägt wie sie: Mit Figuren wie Hercule Poirot und Miss Marple, raffinierten Plots und überraschenden Wendungen hat Agatha Christie ein Gesamtwerk geschaffen, das bis heute Millionen Menschen fesselt. Ihre Geschichten sind zeitlose Klassiker – perfekt für alle, die Spannung mit Köpfchen lieben. Und genau deshalb gibt es heute ausnahmsweise nicht etwas für die Kleinen, sondern für die Erwachsenen zu gewinnen:
Wir verlosen 3x das neu erschienene Hörbuch „Rendezvous mit einer Leiche (Der Tod wartet)“, gelesen von Christoph Maria Herbst.

„Du siehst doch ein, dass sie sterben muss!“ Diesen vielsagenden Satz, den Raymond Boynton an seine Schwester richtet, hört der berühmte Detektiv Hercule Poirot nur ganz zufällig. Als Mrs Boynton, die tyrannische Stiefmutter der Geschwister, nur kurze Zeit später ermordet wird, erinnert sich Poirot an die verschwörerischen Worte. Er hat nur 24 Stunden, um den Fall zu lösen. Genug Zeit, um Überraschendes herauszufinden …
Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst, der in der Hörspielreihe „Mordwind Rügen“ erst kürzlich selbst erstmals zum Ermittler wurde, liest Hercule Poirots Ermittlungen rund um das berühmte Familiendrama mit viel Esprit und Feingefühl.
Im Interview erzählt Christoph Maria Herbst von den Studio-Aufnahmen für dieses Hörbuch – und verrät, was seiner Meinung nach Agatha Christies Erfolgsrezept ist.
Seit Agatha Christie vor über 100 Jahren ihren ersten Roman veröffentlicht hat, begeistert sie Generation um Generation. Was glauben Sie, warum sind Christies Geschichten solche „Dauerbrenner“?
Christoph Maria Herbst: Das ist eine sehr gute Frage, die man sich zu Recht stellen kann. Ich glaube, sie haben einfach über die Jahrzehnte ihren Reiz nicht verloren. Man könnte diese Geschichten natürlich aufmotzen, ins Hier und Jetzt übertragen, wie es der BBC so einzigartig mit Sherlock Holmes gelungen ist. Aber das ist bei den Texten und der Art, wie Agatha Christie geschrieben hat, nicht nötig.
Wir haben neuere Verfilmungen von Kenneth Branagh gesehen, die dem alten Stil und diesem leicht – das meine ich positiv – „Angestaubten“ Rechnung getragen haben. Er hat sie auch im Fin de Siècle oder in den zwanziger Jahren belassen. Das funktioniert ganz wunderbar. Ich glaube, unterm Strich gesagt, die Geschichten haben bis heute an Spannung und Reiz nicht verloren. Warum? Weil Agatha Christie eine durch und durch psychologische Kriminalautorin war. Und Psychologie ist zeitlos.

Hercule Poirot wendet oft die gleichen Methoden an, um seine Fälle zu lösen. Haben auch Sie bestimmte Techniken oder Routinen, auf die Sie für Ihre Sprecherrollen zurückgreifen?
Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Eine Technik ist sicherlich, dass ich mir selbst zuhören muss, wenn ich ein Buch zum Hörbuch mache. Ich muss mir das Buch selbst vorlesen und so tun, als wüsste ich nicht, was als nächstes kommt. In der Schauspielerei spricht man immer vom jungfräulichen ersten Mal, von diesem Überraschungsmoment. Das muss immer da sein. Der Witz besteht natürlich darin, dass ich meine Hausaufgaben gemacht habe und sehr wohl weiß, was als nächstes passiert. Ich bin kein Prima Vista-Leser.
Und ein weiterer Trick ist, dass ich eine Zeile lese, mit einem halben Auge aber schon in der nächsten Zeile bin. Sodass ich immer schon ein bisschen weiter bin, als ich spreche. Und auch das scheint sich zu widersprechen. Aber das funktioniert ganz gut. Ich habe zumindest noch keine negativen Reaktionen bekommen, dass man mir nicht folgen könnte.

Die im Buch vorkommende Emily Boynton ist ein echtes „Ekelpaket“. Sind solche Figuren schwieriger zu interpretieren oder macht das sogar am meisten Spaß?
Das ist schwierig und macht ungeheuer viel Spaß im selben Maße – im selben atemlosen Maße. Ich habe lange mit meinem Regisseur überlegt, wie wir sie sprechen wollen, weil sie nicht viel Text hat. Sie darf nicht zu sehr ins Karikaturhafte gehen. Sie muss aber trotzdem krass genug sein, dass man sie mit diesen wenigen Sätzen, die sie in den Dialogen hat, so skizziert, dass man ihre Figur vor dem geistigen Auge sieht. Sodass sie nicht nur im Ohr landet, sondern man sie auch vor Augen hat.
Viel schwieriger war es für mich, bei Agatha Christies Beschreibungen der alten Mrs. Boynton nicht in schallendes Gelächter auszubrechen (lacht). Sie hat unglaubliche Schlagworte für sie zur Hand gehabt, zum Beispiel „alter, hässlicher Buddha“ und ähnliche Begriffe, echt krasse Formulierungen. Das ist man heute nicht mehr zwingend so gewöhnt. Das war eine ganz andere Zeit.

Wir verlosen 3x das Hörbuch „Rendezvous mit einer Leiche (Der Tod wartet)“
Drei glückliche Gewinnerinnen oder Gewinner können sich über Agatha Christies „Rendezvous mit einer Leiche (Der Tod wartet)“, gelesen von Christoph Maria Herbst, auf mp3-CD freuen. Das ungekürzte Hörbuch ist ganz frisch erschienen im Hörverlag und hat eine Laufzeit von 6 Stunden und 46 Minuten.
So können Sie gewinnen:
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie eine Email mit dem Betreff „Agatha Christie“, Ihrem Namen und Ihrer Anschrift an gewinnspiele@enkelkind.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Alle Nachrichten, die uns bis 23:59 Uhr am 8. Mai 2026 erreichen, landen im Lostopf. Unter allen Teilnehmern werden drei Gewinner(innen) gezogen und schriftlich benachrichtigt.
Hier finden Sie unsere ausführlichen Teilnahmebedingungen.
