Der erste Kinobesuch mit dem Enkelkind

Kinder lieben Kino! Aber worauf sollte man beim allerersten Besuch achten?

Fernsehen in der Woche, Süßigkeiten vor den Abendbrot: Es gibt ein paar Dinge, die darf ein Kind nur bei Oma und Opa. (Und das ist gut so!) Und es gibt Dinge, die werden noch ein kleines bisschen besonderer, weil Oma oder Opa die ersten waren, die sie einem erlaubt haben.

Der erste Kinobesuch: ein Abenteuer für sich

Der erste Besuch im Kino ist mit Sicherheit ein solches besonderes Erlebnis. Kleine Zuschauer werden schon am Fernsehbildschirm voll und ganz vom Geschehen eingenommen. Die Größe der Leinwand im Kino, für die Kinder fast blickfeldfüllend, steigert diesen Effekt natürlich noch. Wir haben Tipps von Eltern zusammengestellt, worauf Sie bei dem ersten Kinobesuch achten sollten.

Was ist beim ersten Kinobesuch wichtig?

Zuallererst: die richtige Begleitperson. Sie als Oma oder Opa sind da eine gute Wahl, denn das erste Mal vor der großen Leinwand sollte ein Kind eine Vertrauensperson dabei haben. Vor ihr fällt es leicht, zuzugeben, wenn man eine Hand zum Halten braucht. Oder sich während des Films vielleicht doch so sehr gruselt, dass man lieber kurz rausgehen möchte.

Ab wann kann ein Kind überhaupt ins Kino?

Diese Frage lässt sich nur individuell beantworten. Kinder, die das Fernsehschauen gewohnt sind, verarbeiten eine Kinofilm sicher anders als gleichaltrige, die zuhause kein TV schauen. Grundsätzlich gilt: Lieber später als früher, denn so ein Spielfilm dauert natürlich auch seine Zeit. Und 90 bis 120 Minuten Filmgeschehen zu verarbeiten, ist bekanntermaßen selbst für Schulkinder eine Herausforderung.

Lassen Sie sich bitte nicht von der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) irreführen, die viele Kinderfilme ab 0 Jahren einstuft. Natürlich gehört ein Säugling NICHT in den Kinosaal. Und auch mit einem oder zwei Jahren ist ein Besuch im Kino unnötig und eher schädlich als alles andere. Informiert man sich online, so findet man die Empfehlung, Kinder erst ab einem Alter von 5 oder 6 Jahren das erste Mal mit ins Kino zu nehmen. Besprechen Sie Ihre Pläne am besten mit den Eltern und schätzen Sie gemeinsam ein, ob das Enkelkind bereit für die große Leinwand-Erfahrung ist.

Wie lang darf der Film sein?

Je kürzer, je besser. An der Länge des Filmes erkennen Sie in der Regel auch schon, ob er für das Alter Ihres Enkelkindes geeignet ist: Filme für die kleinsten Kinobesucher dauern im besten Fall nur eine gute Stunde. Und das ist mehr als ausreichend.

Übrigens: Es gibt Programmkinos, die ganz bewusst auf Werbung vor den Kinderfilmen verzichten, wie das Abaton in Hamburg. Vielleicht auch in Ihrer Stadt?

Ist ein Film in 3D okay?

Ganz klare Empfehlung: Nein. Der dreidimensionale Effekt löst auch die letzte Distanz zwischen Bildschirmgeschehen und Wirklichkeit auf. Ein Bösewicht ist auf der Leinwand einschüchternd genug. Tritt er im wahrsten Sinne des Wortes aus der Leinwand heraus, oder „greift“ vielleicht sogar in die Zuschauerreihen, erzeugt das unnötige Angstgefühle. Ärzte empfehlen laut Stiftung Warentest übrigens, dass Kinder unter 10 Jahren gar keine 3D-Filme schauen sollten, da die künstlich erzeugte Dreidimensionalität für den Sehsinn schädlich sein kann.

Welcher Film ist der richtige für einen ersten Kinobesuch?

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen: Schauen Sie sich den Film vorab einmal ohne Ihr Enkelkind an. So wissen Sie bereits, was geschehen wird und an welchen Stellen es gruselig wird. Ein Film, den wir bereits gesehen haben und von Herzen für einen ersten Kinobesuch empfehlen, ist „Kommissar Gordon und Buffy“. Er dauert 65 Minuten und hat nur einen Handlungsstrang. Perfekt für ein erstes Kino-Erlebnis. Er startet am 28. Februar 2019 in ausgewählten Kinos.

Und wenn ich doch unsicher bin, ob es zu früh ist?

Wozu dann stressen? Die Kinosäle laufen Ihnen nicht davon! Starten Sie in das „Erlebnis Kino“ doch einfach mit einem gemütlichen Filmabend zuhause auf der „kleinen Leinwand“. Besorgen Sie Popcorn und drucken Sie, wenn Sie mögen, eine „echte“ Kinokarte für Ihr Enkelkind aus. Zum Beispiel hier oder hier zum Selbstgestalten. Machen Sie es sich auf dem Sofa bequem und schon kann der Filmspaß beginnen! So ein „kleiner Kinoabend“ bleibt für Ihren Enkel garantiert in bester Erinnerung.

Ein Filmabend bei Oma zuhause kann genauso schön sein wie das „echte“ Kino (oder sogar noch schöner …!)
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